Im Vergleich zu anderen Industriezweigen ist die Pharmaindustrie deutlich weniger anfällig für konjunkturell bedingte Schwächen. Sowohl bei der Produktion als auch beim Auslandsumsatz sind die Rückgänge im besonders rezessiven zweiten Quartal 2009 deutlich schwächer ausgefallen als etwa im Verarbeitenden Gewerbe oder der chemischen Industrie. Doch die Pharmaindustrie weist im ersten Halbjahr 2009 einen deutlichen Beschäftigungsrückgang von rund 7 Prozent auf. Dieser ist aber mit Sondereinflüssen zu erklären. In einer längerfristigen Betrachtung zeigt die Pharmabranche eine deutlich positivere Beschäftigungs- und Produktionsentwicklung.
IW-Trends, Ausgabe 1/2010
Die forschenden Pharma-Unternehmen im Konjunkturverlauf
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Dazugehörige Pressemitteilung der Forschungsstelle Pharmastandort Deutschland, 03. März 2010
Pharmazeutische Industrie: Forschung macht krisenresistent
iwd, Nr.9 vom 04. März 2010
Pharmazeutische Industrie: Stark durch Forschung
Vielfältiges statistisches Material zu diesem Thema bietet der vfa unter dem Link www.vfa.de/de/wirtschaft-politik/strukturdaten/wirtschaftsfaktor.
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Forschungsintensität
Die Forschungsintensität einer Branche wird bestimmt über den Anteil der Aufwendungen für Forschung und Entwicklung am Umsatz der Branche. Je höher dieser Anteil, desto forschungsintensiver ist die Branche. Liegt die Forschungsintensität zwischen 3,5 und 8,5 Prozent, spricht man nach einhelliger Konvention von Branchen der gehobenen Gebrauchstechnologie, liegt er über 8,5 Prozent von Branchen der Spitzentechnologie.
Konjunktur
Die Entwicklung der Wirtschaft verläuft in wiederkehrenden Auf- und Abwärtsbewegungen: Einem Konjunkturaufschwung mit steigenden Wachstumsraten der wirtschaftlichen Leistung und meist zunehmender Beschäftigung folgt eine Konjunkturabschwächung mit geringeren oder sogar sinkenden Wachstumsraten sowie stagnierender oder rückläufiger Beschäftigung.
Pharmazeutische Industrie
243 Unternehmen der pharmazeutischen Industrie beschäftigten im Jahr 2008 knapp 130.000 Menschen in Deutschland und erwirtschafteten einen Umsatz von etwa 42 Milliarden Euro. 8 Prozent der gesamten Pharmaproduktion aus Europa, Japan und den USA stammt aus Deutschland. 4,5 Milliarden Euro investierte die Branche in die Forschung und Entwicklung verbesserter und neuer pharmazeutischer Erzeugnisse – das sind rund 11,4% ihres Umsatzes.
Pharmazeutischer Unternehmer
Nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) gilt als pharmazeutischer Unternehmer, wer unter seinem Namen Arzneimittel in den Verkehr bringt.
Rezession
Die Rezession bezeichnet die Phase, in der die Wirtschaftsleistung sinkt. Man spricht von einer Rezession, wenn das Bruttoinlandsprodukt in zwei aufeinander folgenden Quartalen im Vergleich zum Vorquartal stagniert oder sogar sinkt.
Verarbeitendes Gewerbe
Im Verarbeitenden Gewerbe werden alle Wirtschaftzweige zusammengefasst, die Rohstoffe und Zwischenprodukte weiterverarbeiten und dabei ein Endprodukt erzeugen. Hierzu gehören zum Beispiel die Automobilindustrie, die pharmazeutische Industrie und das Textilgewerbe.