Die Exptertenkommission Forschung und Innovation, kurz EFI, moniert in ihrem jüngsten Bericht, dass die Einführung einer steuerlichen Forschungsförderung in Deutschland auf sich warten lässt - obwohl sie im aktuellen Koalitionsvertrag vereinbart wurde. Dabei wäre diese Förderung ein geeignetes Mittel, damit Deutschland für Unternehmen der Spitzentechnologie attraktiv bleibt.
Am 20. Februar 2013 lud der Verband der forschenden Pharma-Unternehmen (vfa) gemeinsam mit dem Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie (BPI), der Industriegewerkschaft Bergbau, Chemie, Energie (IG BCE) und dem Verband der Chemischen Industrie, Landesverband NRW (VCI NRW) zu einem Parlamentarischen Abend am Landtag NRW in Düsseldorf ein. Auch die Forschungsstelle war auf dieser Veranstaltung zu Gast.
Seit Sommer 2010 müssen die Hersteller innovativer Arzneimittel den gesetzlichen Krankenkassen einen erhöhten Rabatt auf ihre Produkte gewähren. Das soll so bleiben, hat das Bundesgesundheitsministerium nun beschlossen. Logische Gründe dafür nennt das Ministerium nicht.
Die ökonomische Entwicklung einer Industrie hängt unter anderem von den vorliegenden regionalen Standortbedingungen ab - dies erklärt auch, warum sich die pharmazeutische Industrie an ihren traditionellen Standorten Südhessen und Oberbayern unterschiedlich entwickeln konnte.
Die Gesundheitswirtschaft und insbesondere die pharmazeutische Industrie gelten als Deutschlands Zukunftsbranchen. Doch die positiven Auswirkungen pharmazeutischer Entwicklungen auf den medizinischen Fortschritt und damit auf die Lebenserwartung und Lebensqualität der Menschen sowie auf den Wirtschafts- und Forschungsstandort Deutschland verlieren in der öffentlichen Debatte zunehmend an Gewicht. Unser Hauptanliegen gilt vor allem der standortpolitischen Betrachtung.
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Medikamentenentwicklung
Die Entwicklung eines neuen Medikamentes dauert bis zu 12 Jahre, ist extrem unsicher und auch kostspielig. Wie genau ein neues Medikament entsteht, sehen Sie hier.
Pharmastandorte
Die Unternehmen der pharmazeutischen Industrie haben ihre Standorte in ganz Deutschalnd. Die meisten ballen sich in den Räumen um München, berlin, dem Rhein-Main-Gebiet und dem Ruhrgebiet. Wo genau die Unternehmen ihre Standorte haben, erfahren Sie hier.
Analog-Arzneimittel
Me-too-Arzneimittel sind Medikamente mit pharmakologisch-therapeutisch vergleichbaren Wirkstoffen. Sie sind damit ohne therapeutische Innovation. Ein Analog-Präparat unterscheidet sich chemisch von einem bereits bekannten Wirkstoff lediglich durch eine Molekülvariation.
Arzneimittel
Nach dem Arzneimittelgesetz handelt es sich um Stoffe und Zubereitungen aus Stoffen, die angewendet werden um Krankheiten, Leiden Körperschäden oder Beschwerden bei Mensch oder Tier zu heilen, zu lindern, zu verhindern oder zu erkennen (§2, AMG).
Biotechnologie
Die Biotechnologie beschäftigt sich mit der Nutzung von Enzymen, Zellen und ganzen Organismen in technischen Anwendungen. Ziel ist die Veränderung von lebender und nichtlebender Materie zur Erweiterung des Wissensstandes, zur Herstellung von Gütern und zur Bereitstellung von Dienstleistungen. Bei der roten Biotechnologie handelt es sich um die Bereiche der Biotechnologie, die medizinsche und/oder pharmazeutische Anwendungen zum Ziel haben.
Generika
So genannte Nachahmerprodukte werden nach Ablauf eines Patentes von anderen Pharmaherstellern auf den Markt gebracht. Generische Präparate sind in der Regel preisgünstiger als das Originalpräparat, da das Unternehmen keine eigene Forschung betreiben musste, um den Wirkstoff zu entwickeln.
Pharmazeutische Industrie
243 Unternehmen der Pharmazeutischen Industrie beschäftigten im Jahr 2008 knapp 130.000 Menschen in Deutschland und erwirtschafteten einen Umsatz von etwa 42 Milliarden Euro. 8 Prozent der gesamten Pharmaproduktion aus Europa, Japan und den USA stammen aus Deutschland. 4,5 Milliarden Euro investierte die Branche in Forschung und Entwicklung verbesserter und neuer pharmazeutischer Erzeugnisse - das sind rund 11,4 Prozent ihres Umsatzes.
Pharmazeutische Unternehmer
Nach dem Arzneimittelgesetz (AMG) gilt als pharmazeutischer Unternehmer, wer unter seinem Namen Arzneimittel in den Verkehr bringt.