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Die Gesundheitswirtschaft in Deutschland wird mehr und mehr zu einem eigenständigen Wachstumstreiber und Wirtschaftsfaktor. Jeder zehnte Beschäftigte ist in der Gesundheitswirtschaft angestellt, rund ein Neuntel des Bruttoinlandsprodukts geht auf Gesundheitsausgaben zurück. Eine alternde Bevölkerung, technischer Fortschritt sowie steigende Einkommen und ein wachsendes Gesundheitsbewusstsein der Bevölkerung werden die Bedeutung der Gesundheitsbranche in Zukunft weiter wachsen lassen.

Doch die rosigen Aussichten sind nicht für alle Bereiche dieses Wirtschaftszweiges am Standort Deutschland gleich gut. Gerade für die forschungsintensive Pharmabranche zeigt der Industriestandort Schwächen, die die Zukunft dieser Unternehmen in Deutschland beeinflussen. Anders als im Großteil des europäischen Auslands werden in Deutschland Forschungsleistungen der Unternehmen nicht steuerlich gefördert – dies ist gerade für forschungsintensive Branchen ein großes Manko. Die veränderten Regelungen bei der Preisfindung für innovative Arzneimittel und ganz allgemein eine fehlende Stetigkeit und Verlässlichkeit in der Gesundheits- und Wirtschaftspolitik verunsichern die Pharmaunternehmen zusätzlich. Ändert sich an den Rahmenbedingungen für die Pharmaindustrie nichts, trübt dies die an sich positiven Aussichten für die Branche in Deutschland durchaus.

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Musterpräsentation, 18. Oktober 2017

Jasmina Kirchhoff / Anastasia Diel Daten und Fakten der deutschen PharmaindustrieArrow

Neben einer langen Tradition haben die Arzneimittelforschung und -produktion in diesem Land auch einen hohen Stellenwert: Deutschland gehört zu den wichtigsten Pharmastandorten weltweit. Die Daten und Fakten der nationalen pharmazeutischen Forschungs- und Produktionslandschaft, aber auch die der regionalen Pharmastandorte Baden-Württemberg, Berlin, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz belegen die Bedeutung und die Potenziale der Pharmabranche für den Industriestandort Deutschland. mehr

Robuste Entwicklung trotz steigender Unsicherheit
IW-Kurzbericht, 20. September 2017

Jasmina Kirchhoff Industrielle Gesundheitswirtschaft: Robuste Entwicklung trotz steigender UnsicherheitArrow

Hohe wirtschaftliche und geopolitische Unsicherheiten prägten das vergangene Jahr 2016. Die anhaltende globale Investitionszurückhaltung schwächte die Exportchancen deutscher Produkte auf dem Weltmarkt. Der Absatz deutscher industrieller Gesundheitsgüter blieb von dieser globalen Entwicklung zwar nicht verschont, zeigte sich aber robuster als die Warenausfuhren insgesamt.​ mehr

Eine falsche Preisdifferenzierung gefährdet Innovationen
Ordnungspolitisches Statement, 20. Juli 2017

Jasmina Kirchhoff / Jochen Pimpertz Eine falsche Preisdifferenzierung gefährdet InnovationenArrow

Das Landessozialgerichts Berlin-Brandenburg erklärte in einem Urteil, dass die im Rahmen des Gesetzes zur Neuordnung des Arzneimittelmarktes von der Schiedsstelle bestimmten Preise für Arzneimittel nicht mit Hilfe eines Mischpreises gebildet werden dürfen. Die Umsetzung des Urteils kann sich zu einer Innovationsbremse auf dem deutschen Arzneimittelmarkt auswirken. mehr